
Events


Ausstellungen
Standing with Giants
Am British Normandy Memorial in Ver sur Mer stehen sie auch 2026 wieder.
Lebensgroße Silhouetten, ruhig nebeneinander, mit Blick auf das Meer.
1.475 Figuren – jede einzelne erinnert an einen Soldaten oder einen anderen Menschen, der im Zusammenhang mit dem D-Day unter britischem Kommando sein Leben verloren hat.
Sie machen Geschichten sichtbar, die oft im Hintergrund bleiben: Beach Masters, Hundeführer, Offiziere der Royal Navy, Panzerbesatzungen, Angehörige der Handelsmarine und der Royal Engineers.
Auch jene, die nicht kämpften, sondern retteten: Sanitäter, Kommandotaucher –
und die einzigen zwei Frauen. Krankenschwestern, die beim Versuch, 75 Männer von einem sinkenden Lazarettschiff zu retten, ihr Leben verloren.
Und ein Kreis von etwa fünfzig Silhouetten, die an französische Widerstandskämpfer erinnern.
Die Installation ist nur für einige Monate im Jahr zu sehen. Vielleicht macht gerade das ihren Eindruck aus: Man begegnet ihr nicht zufällig. Man geht bewusst dorthin.
Und dann steht man dort.
Zwischen ihnen.
Und versteht plötzlich die Zahl.
Monuments Men – im Stillen bewahrt
Nur wenige Kilometer entfernt erzählt das Overlord Museum eine andere, fast verborgene Geschichte.
Während Europa befreit wurde, versuchten die „Monuments Men“, Kunstwerke, Kirchen und kulturelles Erbe zu bewahren – und das Verlorene wiederzufinden.
Keine Schlachten.
Keine großen Gesten.
Aber ein leiser Hinweis darauf, was ebenfalls auf dem Spiel stand.
Vielleicht ergänzen sich beide Orte gerade deshalb so gut:
Der eine macht die Verluste sichtbar.
Der andere erinnert daran, was gerettet werden konnte.
Oder, noch leiser gesagt:
Es ging nicht nur um Land.
Sondern auch um Erinnerung.

D-Day Festival Normandy
Rund um den 6. Juni erinnert die Normandie jedes Jahr mit dem D-Day Festival Normandy an die Ereignisse der Landung der Alliierten im Jahr 1944.
Entlang der Küste – von den amerikanischen bis zu den britischen und kanadischen Landungsstränden – finden zahlreiche Veranstaltungen statt: Gedenkzeremonien, Paraden historischer Fahrzeuge, Ausstellungen, Konzerte und Begegnungen mit Zeitzeugen und Reenactment-Gruppen.
Die Atmosphäre ist besonders: feierlich, respektvoll und zugleich lebendig. Geschichte wird hier nicht nur erzählt, sondern spürbar. Wir selber versuchen immer am Morgen des 6. Juni um 06.35 Uhr - dem Zeitpunkt der ersten Landung - am Omaha Beach zu sein. Für uns ist dies ein sehr bewegender Moment.
Manche Besucher sind beim ersten Besuch zunächst etwas irritiert – vor allem angesichts der Militärfahrzeuge und Uniformen. Doch hier wird nicht der Krieg zelebriert, sondern die Befreiung Frankreichs und Europas von der nationalsozialistischen Herrschaft.
Wenn Sie zu dieser Zeit bei uns sind, lohnt es sich sehr, einzelne Programmpunkte einzuplanen – das Programm des Festivals 2026 ist hier verlinkt.
Flohmärkte in der Normandie


In der Normandie gehört das Stöbern auf Flohmärkten fast zum Alltag – oder, wenn man so will, zum kleinen Volkssport. Überall finden sich Vide-greniers und Brocantes, oft auch in den kleinsten Dörfern.
Da viele Termine für 2026 bereits feststehen, lohnt sich ein Blick auf einige hilfreiche Webseiten, auf denen Sie gezielt nach Veranstaltungen in der Umgebung suchen können:
-
Besonders übersichtlich und gut sortiert. Sie können nach Region oder Département filtern (z. B. Calvados). Eine kleine Sternebewertung gibt zudem einen Hinweis darauf, wie groß die jeweilige Veranstaltung ist.
-
Die größte Datenbank Frankreichs – hier finden sich auch die ganz kleinen Märkte. Praktisch ist die Kartenansicht, mit der sich Flohmärkte in direkter Nähe leicht entdecken lassen.
-
Ideal für eine längerfristige Planung, da viele Termine bereits weit im Voraus gelistet sind.
-
Ein regionaler Veranstaltungskalender, der neben Flohmärkten auch Feste und Märkte anzeigt.
Vielleicht noch hilfreich zu wissen:
-
Vide-greniers sind meist private Flohmärkte – ein wenig ungeordneter, oft günstiger und wunderbar zum Stöbern.
-
Brocantes richten sich eher an Liebhaber und Sammler, häufig mit professionellen Händlern.
-
Foires à tout sind größere Märkte, auf denen sich von Trödel bis Alltagswaren alles findet.
Ein schöner Zeitvertreib – und manchmal findet man genau das, wonach man gar nicht gesucht hat
Mittelalterfeste


Les Médiévales de Bayeux
Meist am ersten Juliwochenende eines jeden Jahres verwandelt sich Bayeux für ein Wochenende in eine mittelalterliche Welt. Rund um die Kathedrale und in den Gassen der Altstadt entsteht eine lebendige Kulisse aus einer anderen Zeit.
Die Médiévales de Bayeux zählen zu den größten Mittelalterfesten Frankreichs – und entsprechend viel gibt es zu entdecken: Eine große Parade eröffnet traditionell das Wochenende, gefolgt von einem weitläufigen Markt mit zahlreichen Ständen, an denen Kunsthandwerk, regionale Produkte und Speisen nach alten Rezepten angeboten werden.
Dazwischen begegnet man Rittern, Musikern und Gauklern, sieht Vorführungen alter Handwerkstechniken oder bleibt einfach stehen, weil irgendwo gerade ein kleines Stück Geschichte gespielt wird.
Der Zugang zum Markt und zu den meisten Veranstaltungen ist in der Regel kostenfrei.
Ein Fest, das man nicht „besuchen“ muss – es reicht, sich einfach treiben zu lassen.
**********************
Les Médiévales Saint-Vigor in Cerisy-la-Forêt
Meist am Wochenende rund um den 14. Juli verwandelt sich Cerisy-la-Forêt in eine mittelalterliche Szenerie. Im Jahr 2026 finden die Médiévales Saint-Vigor voraussichtlich am 11. und 12. Juli statt.
Im Mittelpunkt steht die eindrucksvolle Abbaye Saint-Vigor, deren alte Mauern dem Fest eine ganz besondere Atmosphäre verleihen. Im Vergleich zu Bayeux geht es hier etwas ruhiger und familiärer zu – und gerade das macht den Reiz aus.
Besonders prägend ist die Nähe zur normannischen Geschichte: Häufig gibt es ein Wikingerlager mit Vorführungen, Handwerk und kleinen Einblicken in das Leben jener Zeit. Dazu kommen Märkte, Musik und Szenen, die sich fast beiläufig zwischen den Gebäuden entfalten.
Am Samstagabend findet oft ein Licht- oder Feuerspektakel statt, das die Abtei noch einmal in einem ganz eigenen Licht erscheinen lässt.
Für den Besuch wird in der Regel ein kleiner Beitrag erhoben (etwa 2 bis 5 €), der dem Erhalt der Abtei zugutekommt.
Ein Fest, das etwas leiser ist – und gerade deshalb lange nachklingt.


